Was hilft gegen Mundgeruch?

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Mundgeruch - was tun?

Wie entsteht Mundgeruch?

Für die einen ist er peinlich, weil er für die anderen ein Grund ist, Abstand zu halten oder gar offen die Nase zu rümpfen: schlechter Atem wird oft erst dann bemerkt, wenn das Gegenüber unauffällig abzurücken beginnt. Die Gründe für Mundgeruch können dabei sehr unterschiedlich sein: Medikamente und auch diverse Erkrankungen können ihn hervorrufen. Zumeist findet sich die Ursache für Mundgeruch jedoch im Mund – und das auch trotz strahlend weißer Zähne. Denn nicht nur auf ihnen, sondern auch dazwischen und sogar auf der Zunge lagern sich Speisereste ab, die ihrerseits Nährboden für Bakterien bilden.
Und ebendiese Bakterien können schlechten Atem verursachen – aber nur, wenn niemand sie davon abhält.

Mundgeruch vorbeugen durch richtige Mundhygiene

Die beste Maßnahme gegen Mundgeruch ist die Vorsorge durch gründliche Mundhygiene. Diese bedeutet allerdings nicht nur zweimal am Tag den Griff zur Zahnbürste, sondern sollte die gesamte Mundhöhle einbeziehen. Zahnzwischenräume können durch feine Interdentalbürsten oder Zahnseide gereinigt werden. Für das Säubern der Zunge kann hingegen die Zahnbürste oder ein spezieller Zungenschaber aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt verwendet werden. Da aber auch bei ordentlichster Mundhygiene kleine Ecken und Winkel übersehen werden oder auch einfach für Zahnbürste, Zahnseide und Co. unzugänglich bleiben können, sollte außerdem eine Mundspülung verwendet und auch in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden.

Schnelle Abhilfe bei Mundgeruch – 3 Tipps

Im Lauf eines Tages können sich allerlei Speisereste auf der Zunge und an den Zähnen ablagern. Je länger sie sich dort befinden, desto größer ist das Risiko, dass daraus schlechter Atem resultiert. Wer also unter eher geringem Speichelfluss leidet oder auch beruflich oder privat viel unterwegs ist und zwischen den einzelnen Terminen schlicht keine Zeit zum Zähneputzen findet, sollte daher darauf achten, seinen Mund im Verlauf des Tages so sauber wie möglich zu halten.

1. Viel trinken
Ein großer Teil der Beläge lässt sich von Zunge und Zähnen abspülen. Daher lohnt es sich, den Speichelfluss durch regelmäßiges Trinken zu unterstützen. Am besten geeignet sind hierfür Getränke, die selbst keinen allzu starken Geschmack bzw. Geruch haben und so wenig Rückstände im Mund hinterlassen. Um Mundgeruch vorzubeugen, ist es also besser, auf Kaffee und zuckerhaltige Softdrinks zu verzichten und stattdessen Wasser oder auch stark verdünnten Tee zu trinken.

2. Richtig essen
Dass nach dem Verzehr mancher Lebensmittel schlechter Atem die Folge ist, ist allgemein bekannt. Was einen starken Eigengeruch hat, so wie Knoblauch, Bärlauch und Zwiebeln, oder wie Milchprodukte leicht an Zähnen und Zunge haftet, sollte daher nur in Maßen genossen und am Tag eines wichtigen Termins vorübergehend von der Speisekarte verbannt werden. Praktisch für das Neutralisieren von Mundgeruch sind hingegen neben aromatischen Kräutern vor allem Lebensmittel, die viel Säure enthalten. Wer am Ende der Mahlzeit einen Zweig Thymian oder Rosmarin, eine Spalte Zitrone oder auch ein Stück frischen Ingwer kaut, kann Mundgeruch damit neutralisieren.

3. Mundgeruch verdecken
Im Alltag steht leider nicht immer und überall frische Zitrone zur Verfügung – und Kräuter bleiben schnell unschön zwischen den Zähnen hängen. Als praktischer erweisen sich daher Kaugummi und Bonbons. Da Kaugummi auch dazu beiträgt, den Mund zu reinigen, übertüncht es Mundgeruch nicht nur vorübergehend, sondern mindert ihn auch. Im Notfall genügt aber auch ein Hustenbonbon, um Mundgeruch zumindest kurzfristig zu überdecken. Wichtig ist dabei allerdings die Wahl einer zuckerfreien Sorte mit einem frischen Geschmack und Geruch. Kräuter- oder Minzgeruch wird zumeist als angenehm empfunden und ist zugleich stark genug, um weniger angenehme Gerüche in den Hintergrund zu verbannen.

Anhaltend schlechter Atem? Ab zum Arzt!

Lässt der Mundgeruch auch bei bester Mundhygiene nicht nach, dann ist ein Gang zum Arzt angeraten. Wird schlechter Atem nicht durch die alltäglichen Ablagerungen in der Mundhöhle ausgelöst, dann liegt seine Ursache vermutlich an anderer Stelle, etwa im Rachenraum, in den Nebenhöhlen sogar in der Speiseröhre. Und da sich neben kleineren Entzündungen u.a. auch gravierende Erkrankungen wie z.B. Tumore durch Mundgeruch äußern können, empfiehlt es sich, auf Nummer Sicher zu gehen, wenn der Atem trotz aller Anstrengung nicht frischer werden will.