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Was kann ich gegen Heuschnupfen tun?

Thema: Gesundheit

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Allergien, dieser ungeladene Frühlingsgast

Der Frühling wispert endlich durch die Äste, blinzelt über die Horizonte und streut großzügig seine Pollen wie Konfetti auf ein nie endendes Naturfest. Es könnte so schön sein – wäre da nicht Heuschnupfen, der wie ein mürrischer Nachbar mit grimmiger Miene jedes Jahr aufs Neue daran erinnert, dass jede Party ihren Spielverderber hat. Während die einen selig in blühenden Wiesen Yogaübungen praktizieren, sieht man Dich unter dem Küchentisch kauern, ausgerüstet mit einer Rolle Toilettenpapier und Nasenspray. Aber Kopf hoch! Es gibt Rettungsboote auf dem Meer der triefenden Nasen und juckenden Augen.

Der ewige Kampf: Prävention und Pflicht – Rüstung und Taktik

Zunächst einmal: Deine Nase ist keine Zielscheibe! Mit ein paar klugen Vorkehrungen kannst Du eventuell die Anzahl der „Treffer“ verringern. Das magische Wort lautet Prävention. Es ist, als würdest Du Dich auf ein Blind Date mit der Allergie vorbereiten – nur, dass Du schon vorher weißt, dass Ihr keine Freunde werdet.

Halte also die Fenster geschlossen, vor allem an Tagen, an denen der Pollenflug laut meteorologischer Dienste einer Eroberung gleichkommt. Das verbündet sich prima mit einer Pollen-App auf deinem Smartphone, die wie ein treuer Wachsoldat Dich vor den unsichtbaren Eindringlingen warnt. Es gibt diverse solcher digitalen Feldscherer, die Dir anzeigen, wann es Zeit ist, die Fensterläden zu verrammeln.

Bei der Kleidung gilt: Im Freien getragene Klamotten sofort beim Heimkommen in die Wäscheschüssel verbannen. Dein Schlafzimmer bleibt somit eine pollenfreie Zone – wie ein kleiner allergischer Luftschutzkeller! Der tägliche Wäscheberg wird zum Schutzwall gegen lästige Pollenritter.

Außerdem sind Nasenduschen und Allergiemasken die Accessoires der Saison für jeden Pollenverweigerer. Stelle Dir vor, wie Du mit einer modischen Allergiemaske und einer Nasendusche im Nasen-Spa entspannst, während draußen der Pollentornado tobt.

Die Gegenoffensive: Medikamentöses Arsenal und natürliche Helferlein

Wenn präventive Maßnahmen wie eine schlecht gewählte Strategie im Strategiespiel kollabieren, dann ist es Zeit für das medikamentöse Arsenal. Antihistaminika sind die Ninjas unter den Medikamenten – leise und effektiv schleichen sie sich an, blockieren die Histaminausschüttung und retten so manche Frühjahrstage vor dem Unterweltboss Histamin.

Für diejenigen, die es fantasievoll und ein wenig mittelalterlich mögen: Stellen wir uns eine Kanone vor, gefüllt mit Meerwasser – das ist Dein Nasenspray. Ein gezielter Schuss und der feindliche Pollenbelagerungsring wird durchnässt und die Eindringlinge finden keinen Halt mehr.

Kortikosteroide sind wie die schweren Ritter in dieser Schlacht. Sie senken die Entzündungsreaktion und lindern dadurch Beschwerden. Doch sei wachsam: Bei langfristiger Verwendung können diese Ritter rebellieren und unerwünschte Nebenwirkungen mit ihrer Lanze spießen.

Für die Pazifisten unter uns gibt es natürlich auch sanftere Helferlein. Lokale Imkereien verkaufen oft Honig, der lokale Pollen enthält. Eine süße Versuchung, die nebenbei Deinen Immunpalast stärken kann, indem sie Dich langsam und homöopathisch an die lokalen Pollen gewöhnt. Ebenso können Tees mit Brennnessel oder Augentrost wie ein sanftes Wiegenlied für eine gereizte Nase wirken. Statt Ritter, Ninjas und Kanonen – Löffel und Tassentherapie.

Die ungewöhnlichen Verbündeten: Allergenimmuntherapie und Lifestyle-Änderungen

Falls Du bereit für den langen Marsch bist, gibt es etwas, das sich Allergenimmuntherapie (auch Hyposensibilisierung genannt) nennt. Dieses Verfahren ist wie eine langfristige Allianz mit dem Feind. Du erhältst über einen gewissen Zeitraum hinweg regelmäßig Injektionen mit den Allergieauslösern, um Dein Immunsystem friedlich darauf zu trainieren, diese nicht mehr als Bedrohung zu sehen. Das ist wie Diplomatie auf zellulärer Ebene – Geduld und Hingabe vorausgesetzt.

Außerdem könnte ein Blick auf Deinen Lebensstil zeigen, ob da nicht noch ein Pollenversteck in Deinem Alltag schlummert. Ausgewogene Ernährung, Bewegung und Stressmanagement sind wie Yogastunden für Dein Immunsystem. Und wer jemals die entspannte Aura eines Yogameisters beobachtet hat, der weiß, dass Entspannung Wunder wirken kann, um den alljährlichen Pollenterror zu überleben.

Schlussendlich ist der Kampf gegen Heuschnupfen individuell so verschieden wie die Menschen selbst. Das Wichtige ist, nicht den Kopf in den triefenden Sand zu stecken. Mit einem Mix aus Prävention, Medikation und gegebenenfalls Immuntherapie kannst Du Dich wappnen – und vielleicht sogar das Frühlingsfest ohne Groll genießen.

Also: Hoch mit Dir vom Küchentisch, raus aus dem allergischen Luftschutzkeller – der Frühling und seine Pollen warten schon! Eine Armee an Verteidigungsstrategien ist bereit, um Dir durch diese tränende Jahreszeit zu helfen. Und vergiss nicht: Nach jedem Heuschnupfen-Krieg folgt ein pollenfreier Frieden.
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