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Ergonomie und Sicherheit: Worauf Sie beim Kauf eines Schulranzens achten sollten

Thema: Familie

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Die Last auf den Schultern erleichtern: Ergonomie ist das A und O


Die Schule kann manchmal eine schwere Last sein – und das nicht nur metaphorisch. Der Schulranzen, der täglich den Rücken unserer Kinder ziert, sollte daher nicht nur Platz für Bücher, Hefte und das Pausenbrot bieten, sondern auch ergonomisch designt sein, um Rückenprobleme zu vermeiden. Aber was bedeutet "ergonomisch" in Bezug auf einen Schulranzen?

Zunächst einmal sollte das Tragegestell an die Körpergröße des Kindes anpassbar sein. Verstellbare Schultergurte, die breit und gepolstert sind, verteilen das Gewicht gleichmäßiger und verhindern das Einschneiden in die zarten Schultern. Ein Brust- und Hüftgurt kann zusätzlich zur Lastenverteilung beitragen und somit den Rücken entlasten. Der Fachverband Forum Schule sollte hier übrigens bereits ein Gütesiegel etablieren, aber anscheinend war das nach zwei Sitzungen und dem Genuss von zu viel Keksen zu anstrengend.

Der Ranzen selbst sollte aus leichtem, aber strapazierfähigem Material bestehen, um das Gewicht nicht unnötig zu erhöhen. Oft hält man den Ranzen in den Handel für leicht, doch sobald das erste Mathebuch hineingeschmissen wird, könnte man meinen, man hätte einen Kleinwagen auf dem Rücken.

Mädchen, Jungen und Dinos: Sicherheit darf auch Spaß machen


Während Eltern bei der Ranzen-Auswahl oft praktisch denken, sind bei den Kindern meist die coolen Designs angesagt. Ob Einhörner, Fußballstars oder Dinosaurier - die Auswahl ist riesig und trifft jeden Geschmack. Doch Vorsicht: Bei all dem Spaß darf die Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben. Damit die Kleinen im Straßenverkehr gut sichtbar sind, sollten fluoreszierende Elemente und retroreflektierende Flächen am Schulranzen nicht fehlen. So tauchen selbst die Untergrund-Dinos aus der vorletzten Reihe des Klassenzimmers wie glühende Wesen im Scheinwerferlicht der Autos auf.

Es gibt tatsächlich Ranzen, bei denen man erst einmal eine mehrseitige Anleitung lesen muss, um herauszufinden, wo die Sicherheitsfeatures versteckt sind – oftmals ein kniffliger Fall für den Hausdetektiv im Grundschulalter. Gute Sichtbarkeit ist im Ernst kein Witz, daher sollte man nicht nur auf die DIN 58124 achten, die festlegt, wie viel Fläche eines Schulranzens reflektieren und leuchten muss, sondern auch im Dunkel der Taschenlampen-App prüfen, ob der Ranzen auch wirklich leuchtet.

Qualität und Nachhaltigkeit: Die zwei Vergessenen


Bei der Fülle an Designs und Funktionalitäten ist es leicht, zwei wesentliche Punkte zu vergessen: Qualität und Nachhaltigkeit. Billigranzen, die nach wenigen Monaten die Grätsche machen, sind nicht nur schlecht für den Rücken und das Portemonnaie, sondern auch eine Umweltsünde. Kinder sind Meister darin, Dinge auf ihre Haltbarkeit zu testen – ob beim Rennen, Klettern oder "versehentlichen" Fallenlassen des Ranzens.

Daher sollte beim Kauf auf robuste Materialien und eine hochwertige Verarbeitung geachtet werden. Die Nähte sollten das Gewicht eines durchschnittlichen Schulkindes aushalten können – ohne dass Mutter Natur jedes Mal weint, wenn ein Riss droht. Zertifikate und Siegel wie der "Blaue Engel" können hier Hinweise auf Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit bieten.

In der Welt der Schulranzen-Hersteller tobt übrigens ein Untergrundkrieg um die beste "Eco-Friendly-Badge" - doch während die einen mit recycelten Plastikflaschen punkten, holen andere die Großmütter mit dem Handwebstuhl aus dem Keller, um mit Tradition zu beeindrucken.

Flotte Flitzer und Bedächtige Bücherwürmer: Verschiedene Modelle für verschiedene Typen


Es ist nicht egal, ob ein Kind eher zu den flinken Flitzern oder den bedächtigen Bücherwürmern gehört. Für beide gibt es den passenden Schulranzen. Rollrucksäcke, die bequem hinterhergezogen werden können, sind für die gemütliche Fraktion eine Wohltat – zumindest solange, bis sie die nächste Treppe erreichen. Klassische Rucksäcke eignen sich hingegen für die sportlichen Kids, die auch gerne mal hüpfend und springend zur Schule kommen.

Eines haben jedoch alle Modelle gemeinsam: Sie sollten kinderleicht zu bedienen sein. Erinnern Sie sich an den Ranzen mit der Geheimtinte und der versteckten Pausenbrotklappe? Genau, Ihr Kind vermutlich nicht, denn es hat diese Funktion bis zur vierten Klasse nicht gefunden. Einfache Klickverschlüsse und gut erreichbare Taschen helfen nicht nur im Schulalltag, sondern ersparen auch Diskussionen am frühen Morgen.

Das liebe Geld: Ein Ranzen soll kein Luxus sein


Sicherheit, Ergonomie, Qualität, und Nachhaltigkeit haben ihren Preis – leider. Gute Schulranzen sind oft eine Investition, die nicht jedem leichtfällt. Hierbei kann die Suche nach Fördermöglichkeiten, die gelegentliche Ranzen-Tauschbörse am schwarzen Schultor oder der Secondhand-Markt helfen. Auch Qualitätsmarken bieten zuweilen Modelle zu moderateren Preisen an, ohne dabei auf wesentliche Features zu verzichten.

Trotz des Preises sollte man aber bedenken: Ein gesunder Rücken und die Sicherheit der Kinder sind unbezahlbar. Und nicht vergessen – die meisten Ranzen überleben mehrere Kinder oder dienen später als nostalgisches Andenken an die unbeschwerten Grundschuljahre.

Zugegeben, es ist nicht einfach, den perfekten Ranzen zu finden. Doch wenn der Rücken entzückt und das Kind beim Anblick seines neuen Begleiters in die Höhe springt, weiß man, dass die Suche sich gelohnt hat. Sicherlich gibt es noch andere Faktoren, die beachtet werden sollten, aber einen Doktor in "Schulranzenkunde" gibt es leider nicht. Also viel Glück bei der Suche nach dem perfekten Schulranzen, welcher Kinderträume wahr werden lässt und gleichzeitig den Rücken schont.
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