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Segeln 2.0: Neue Trends und Technologien im Segelsport

Thema: Sport

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Segeln 2.0: Vom Wind verweht zur Hightech-Regatta

Es ist eine Brise der Veränderung, die durch die Segelwelt weht. Wo einst das Knarzen des Holzes und das Flattern der Segel die einzige Musik an Bord waren, piepen heute GPS-Geräte, und Touchscreens zeigen Windstärken und Routen in High Definition. Der Segelsport, einst eine Domäne von Seebären mit Harz unter den Nägeln und Salz in den Haaren, erlebt eine Revolution, die mit traditionellen Bildern von Freiheit und Abenteuer gekoppelt mit modernster Technologie, den Kompass des Segelns neu justiert.

Zeitalter der Smart Yachten

Der moderne Skipper gleicht heute manchmal eher einem IT-Spezialisten als einem alten Seebären. Willkommen an Bord der smarten Yachten, wo das Ruder via Touchscreen gesteuert und der Autopilot mit einer App synchronisiert wird. Wettervorhersagen? Gibt's auf die Sekunde genau, dank Satellitenkommunikation. Und Segeln bei Nacht? Eine Nachtsichtkamera macht's möglich. Der Trend geht dabei klar zu mehr Komfort, verbesserter Sicherheit und natürlich einer höheren Geschwindigkeit, weil doch gegen das altbekannte Gefühl, als Erster durchs Ziel zu gleiten, auch die beste Technik nicht ankommen kann.

Es ist aber nicht alles nur Spielerei für die Reichen und Berühmten – obwohl die natürlich auch ihre Freude an den neuen Spielzeugen haben. Die Technologie, die zuerst in den teureren Modellen eingeführt wird, hält mit der Zeit auch Einzug in erschwinglichere Boote. Dadurch wird der Segelsport nicht nur für Charterurlaube zugänglicher, sondern auch sicherer und einfacher zu erlernen – sowohl für junge Segelanfänger als auch für reife Segelspätberufene, die das Steuer gerne mal in den Ruhestand übernehmen.

Vernetzt und umweltfreundlich: Segeln 2.0

Die neueste Generation an Segelbooten und Yachten setzt nicht nur auf technische Spielereien, sondern auch auf Nachhaltigkeit. Elektromotoren, die durch Solarpanels gespeist werden, flüstern leise vor sich hin, wenn der Wind einmal Pause macht. Das tut nicht nur den Ohren, sondern auch der Umwelt gut. Sogar die Materialien der Segel werden "grüner" – High-Tech Fasern aus recyceltem Plastik oder organischen Materialien, die weniger Gewicht auf die Waage bringen und den Wind noch besser einfangen, sind keine Seltenheit mehr.

Doch damit nicht genug – das Segeln 2.0 ist auch ein Sozialnetzwerk. Skipper tauschen sich in Foren und auf Plattformen über die besten Ankerplätze aus, planen Regatten oder laden ihre Erlebnisse direkt über Bord-WLAN in die Cloud. Die Verbundenheit unter Seglern bleibt also stark; sie bekommt lediglich einen zusätzlichen, digitalen Anstrich. Die Segelcommunity wird damit nicht nur größer, sondern auch internationaler, und das Wissen um Strömungen, Gezeiten und gute Windfavoriten ist nur noch einen Klick entfernt.

Segel-Apps und VR: Training für Landratten

Sie könnten nun meinen, zum Segeln braucht man Meer, Wind und ein Boot. Doch in Zeiten des Digitalen kann der zukünftige Hochseeskipper seine Fähigkeiten schon an Land verbessern. Mit Segel-Apps, die einem die Kunst des Windlesens beibringen, oder VR-Brillen, die einen mitten in eine Sturmregatta versetzen, hätte selbst Kolumbus seinen Spaß gehabt. Diese virtuellen Trainingstools sind besonders für Anfänger eine nützliche Ergänzung, können aber auch erfahrenen Seglern bei der Vorbereitung auf Regatten von Nutzen sein.

Selbst Segelschulen nutzen mittlerweile das digitale Rüstzeug, um ihre Schützlinge nicht nur mit praktischem Know-how, sondern auch mit theoretischem Wissen auszustatten. Der nautische Führerschein kommt so zwar nicht aus dem Automaten, aber dank Online-Kursen und E-Learning ist er deutlich einfacher zu erfassen und in den Alltag zu integrieren.

DigitalDetox vs. Hightech auf hoher See

Trotz all der schimmernden Bildschirme und smarten Algorithmen sehnt sich der ein oder andere Traditionalist nach dem rustikalen Charme des klassischen Segelns. Manche Bootsbesitzer schwören auf den Kompass statt auf GPS und auf das Gefühl der Wellen, anstatt sich von einem Autopiloten chauffieren zu lassen. Es bleibt die Frage: Wird die Kunst des Segelns durch die Technologie langsam aber sicher überflüssig, oder ist sie lediglich eine Erweiterung, die das Segeln sicherer und zugänglicher macht?

Die Antwort auf diese Frage mag so vielfältig sein wie die Meere selbst. Sicher ist nur, dass sowohl traditionelle Segler als auch Technologie-Enthusiasten von den Neuerungen im Segelsport profitieren können – der eine genießt seinen #DigitalDetox auf traditionellem Boot, der andere schätzt die Möglichkeiten, die sich durch die Hightech-Ausrüstung eröffnen. Und irgendwie ist es doch beruhigend zu wissen, dass, solange der Wind weht, die Segel gesetzt werden – ob nun mit Hilfe des neuesten Gadget oder der erfahrungsreichen Hand eines alten Kapitäns.
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