Der-Informant

Wissenswertes & Informationen

An der Pönt 46, 40885 Ratingen office@der-informant.de +49 2102 8917073

Was ist ein ETF einfach erklärt?

Thema: Finanzen

Facebook X / Twitter
kfz versicherung
 

Ein Korb voller Äpfel: Die ETF-Grundlagen


Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einem großen Obstmarkt, umgeben von unzähligen Obstständen. Sie wollen nicht nur einen einzigen Apfel, sondern eine bunte Mischung aus verschiedenen Früchten genießen, ohne dabei jeden Stand einzeln besuchen zu müssen. Hier kommt der Exchange-Traded Fund (ETF) ins Spiel, der Obstkorb der Finanzwelt!

Ein ETF ist eine Art Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird und es ermöglicht, in einen ganzen Index wie den DAX, S&P 500 oder den MSCI World zu investieren. Das bedeutet, statt einzelne Aktien von Unternehmen zu kaufen, erwerben Sie einen Anteil an einem Fonds, der diese Aktien gemäß einem bestimmten Index bündelt. Ihr persönlicher Obstkorb könnte also Äpfel, Birnen, Bananen und Orangen enthalten, und das alles in einem Kauf.

Vom Nischenprodukt zum Mainstream: Die Beliebtheit von ETFs


Warum sind ETFs schneller in den Anlegerportfolios gelandet als ein frischgeschnittener Apfel im Mund? Zunächst einmal sind sie kostengünstig. Da die meisten ETFs passiv verwaltet werden, heißen die Gebühren „Tschüss!“ und machen den Anlegern das Leben süß. Passiv verwaltet bedeutet, dass keine teuren Fondsmanager benötigt werden, die nach heißen Tipps suchen, um den Markt zu schlagen. Stattdessen folgen ETFs einfach einem festgelegten Index, ganz automatisch.

Dazu kommt die Bequemlichkeit. Mit ETFs können Sie in ganze Märkte investieren, ohne selbst ein Finanzguru werden zu müssen. Sie haben breit gestreute Investments und reduzieren so Ihr Risiko, da nicht alles auf einer Karte, oder in diesem Fall auf einer Aktie, liegt. Es ist, als würden Sie eine Wundertüte voller verschiedener Fruchtsorten kaufen und sind dadurch gegen ein schlechtes Erntejahr einzelner Sorten gewappnet.

Schmecken ETFs jedem? Vor- und Nachteile


Keine Frage, ETFs sind wie Smoothies: Sie schmecken vielen, aber nicht jedem. Die Vorteile liegen auf der Hand – geringe Kosten, breite Streuung, tägliche Handelbarkeit und Transparenz. Aber es gibt auch Nachteile, die das Obst manchmal ein wenig sauer machen können.

Ein Nachteil könnte sein, dass man mit ETFs den Markt nicht schlagen kann. Sie sind dazu da, den Markt abzubilden, nicht um besser als er zu sein. Das kann für die ambitionierten Obstbauern unter den Investoren frustrierend sein, die nach der exotischen Frucht mit der höchsten Rendite suchen. Zudem besteht auch bei ETFs das Risiko von Marktschwankungen, sprich: Auch ein Obstkorb kann mal herunterfallen.

Der Kauf eines ETFs: Ein bisschen wie Online-Shopping


Wie geht man vor, wenn man in ETFs investieren möchte? Fast so einfach wie Online-Shopping für die neue Sommergarderobe. Sie brauchen ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dann entscheiden Sie sich für Ihren Lieblingsindex und suchen entsprechend den passenden ETF aus. Achten Sie auf die sogenannte Total Expense Ratio (TER), also die Gesamtkostenquote, um sicherzustellen, dass Ihr Obst nicht zu teuer wird.

Sobald Sie Ihre Wahl getroffen haben, legen Sie den ETF in den virtuellen Warenkorb und schließen den Kauf an der Börse ab. Hoppla, schon sind Sie Besitzer eines bunten Obstkorb-Äquivalents und können dabei zusehen, wie sich Ihr Investment hoffentlich prächtig entwickelt.

Langfristige Strategie oder Fruchtsalat auf Bestellung?


Viele Investoren nutzen ETFs für eine langfristige Anlagestrategie. Sie sind eine Art Slow Food in der schnellen Welt der Finanzmärkte. Doch gerade im Bereich der nachhaltigen Investments, auch bekannt als ESG (Environmental, Social, Governance) ETFs, kann es schon mal vorkommen, dass sich die Zusammensetzung des Obstkorbens ändert. Neue Früchte wie Solarpanel-Äpfel oder Windkraft-Birnen kommen hinzu, während andere rausfallen, die den Nachhaltigkeitskriterien nicht mehr entsprechen.

Darauf sollte man vorbereitet sein und ab und zu einen Blick in den Korb werfen, was gerade frisch dazugekommen ist und welche Frucht vielleicht nicht mehr so glänzt. Denn genauso wie in der echten Welt der Obststände kann auch der ETF-Markt Trends und Veränderungen unterliegen.

Ein Schlaraffenland für Anleger


ETFs haben das Investieren in Aktienmärkte revolutioniert – sie haben es vereinfacht und demokratisiert. Man könnte fast sagen, sie haben das Schlaraffenland für den Otto Normalverbraucher-Anleger geöffnet. Natürlich gibt es keine Garantie, dass jeder Korb nur süße Früchte enthält, aber mit einer klugen Wahl und einem Blick auf die Gebühren können ETFs ein effektiver Weg sein, am globalen Wirtschaftswachstum zu partizipieren, ohne dabei die Qual der Wahl bei einzelnen Aktien zu haben. Und so lebt man im Obstparadies der Finanzwelt vergnüglich und hoffentlich auch profitabel bis ans Ende seiner Tage.
Facebook X / Twitter