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Ist die Industrienorm DIN und ISO das gleiche?

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Von DIN zu ISO: Ein Alphabet-Suppenvergleich der Normen

Wenn man sich in der Welt der Industriestandards bewegt, könnte man meinen, man sei plötzlich in eine Parallelwelt abgebogen, in der Buchstabenkombinationen mehr wert sind als das Alphabet selbst. DIN hier, ISO dort - es klingt wie das Werk eines Schurken, der die Welt mit einer Überdosis Akronymen verwirren will. Aber hinter diesem Buchstabensalat steckt mehr als nur verwirrendes Gebrabbel: ein ganzes System, das darauf ausgerichtet ist, Ordnung ins Chaos der unzähligen Herstellungs- und Qualitätsprozesse zu bringen. Aber was steckt nun hinter DIN und ISO, sind sie Zwillinge, entfernte Cousins oder einfach Fremde, die zufällig denselben Nachnamen tragen?

Das DIN: Made in Germany!

Beginnen wir mit dem DIN, dem Deutschen Institut für Normung. Es handelt sich um eine Bühne, auf der die Creme de la Creme der deutschen Ingenieurkunst zusammenkommt, um sich darauf zu einigen, wie alles, von Schrauben und Bolzen bis hin zu Papierformaten, standardisiert werden kann. Vor Ihnen steht ein eindrucksvolles Bauwerk aus Präzision und Effizienz - das sogenannte Deutsche Normenwerk. 1917 gegründet, weil man irgendwie sicherstellen musste, dass die Schrauben der U-Boote nicht plötzlich beschlossen, eine eigene Party zu feiern, ist es heute ein Maßstab für Qualität und Zuverlässigkeit.

Nun könnte man vermuten, dass das DIN eine Art exklusiver Club ist, in den nur deutsche Produkte reinkommen, aber dem ist nicht so. Es hat zwar seinen Ursprung in Deutschland und konzentriert sich auf die Bedürfnisse der deutschen Industrie, aber internationale Hersteller sind ebenfalls an Bord, vorausgesetzt, sie halten sich an die deutschen Standards. Das DIN ist also ein wenig so, wie wenn man eine Party schmeißt und die eingeladenen Gäste dazu zwingt, Lederhosen zu tragen: Alle können mitmachen, aber die lokalen Regeln müssen eingehalten werden.

ISO: Eine globale Party mit strikten Dresscodes

Die ISO hingegen, die Internationale Organisation für Normung, ist der Ort, an dem sich Länder aus allen Ecken des Planeten treffen, um ihre Kopfhörer abzunehmen und tatsächlich mal miteinander zu reden. Gegründet wurde diese institutionelle Kaffeepause im Jahr 1947, mit der Vision, durch die Entwicklung gemeinsamer Standards einen fließenden internationalen Handel zu fördern. Im Grunde die Woodstock-Veranstaltung der Normenwelt – nur mit weniger Musik und mehr Anzugträgern.

ISO-Standards sind überall. Sie beeinflussen, wie unser Essen sicher bleibt, wie unsere Daten geschützt werden und sogar, wie wir unsere Umweltbelastung messen. Wenn das DIN einem auf Hochglanz polierten deutschen Automobil entspricht, dann ist die ISO der internationale Flughafen, wo alle unterschiedlichen Fahrzeuge, Flugzeuge, und ja, manchmal auch deutsche Autos, durch das gleiche Sicherheitssystem müssen. Es geht nicht darum, wie es ausschaut, sondern dass es überall auf der Welt passt.

Die Quintessenz: Ist doppelte Mitgliedschaft möglich?

Jetzt könnten Sie denken, dass DIN und ISO in heftigen Zweikämpfen feststecken, aber die Wahrheit ist, sie sind ziemlich gute Freunde. Tatsächlich arbeiten viele Deutsche innerhalb der ISO und umgekehrt, was zu einer Art kulturellem Austauschprogramm der Normung führt. Viele DIN-Normen sind identisch oder zumindest sehr ähnlich zu ISO-Normen - ein wenig wie wenn Sie Ihre Lieblingslederhose zu Ihrem internationalen Freundeskreis tragen und feststellen, dass sie plötzlich der neueste globale Trend sind.

Es ist jedoch nicht alles Sonnenschein und Regenbögen. Manchmal gibt es Sonderfälle, wo DIN und ISO nicht ganz auf einer Linie liegen. Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf eine Kostümparty im internationalen Stil und entscheiden sich dafür, als Oktoberfest-Besucher zu gehen, während alle anderen als Comic-Superhelden auftauchen. Dort könnte es dann zu Verwirrung kommen, warum Ihr Trachtenhut nicht ganz zum Thema passt.

Das Fazit: Alphabetische Harmonie oder doch ein Durcheinander?

Am Ende des Tages sind DIN und ISO wie ein älterer Bruder und seine coolen internationalen Freunde – sie wollen im Grunde das Gleiche, haben aber ihren eigenen Weg, es zu erreichen. DIN ist gewissermaßen der solide deutsche Grundstein, während die ISO das Sprungbrett für weltweite Einheitlichkeit ist. Sie arbeiten zusammen, stoßen aber auch gelegentlich an ihre kulturellen Grenzen, was die Normenwelt jeden Tag zu einem Abenteuer macht.
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