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Netzwerken als Karrieresprungbrett: Effektive Strategien für Berufsanfänger

Thema: Beruf

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Der Networking-Marathon: Es ist ein Langstreckenlauf, kein Sprint


Wenn wir an das Wort „Netzwerken“ denken, stellen wir uns oft energiegeladene Profis vor, die mit sich überschlagender Geschwindigkeit Visitenkarten austauschen, dabei künstlich lachen und Worte wie „Synergie“ oder „Brainstorming“ um sich werfen. Für Berufsanfänger kann der Gedanke daran beängstigend sein. Doch keine Sorge, gute Netzwerker sind nicht über Nacht entstanden. Es geht eigentlich darum, menschlich zu sein – klingt simpel, oder?

Netzwerken ist ein Marathon, keine 100-Meter-Distanz. Es erfordert Geduld, Authentizität und das Verständnis für gegenseitigen Nutzen. Beispielsweise könnte das Helfen eines Kollegen bei einem Projekt ein paar Monate später zu einer Empfehlung führen. Es ist der kontinuierliche Aufbau von Beziehungen, nicht das eilige Sammeln von Kontakten, was am Ende den Unterschied macht. Denke daran, dass die Person gegenüber nicht nur ein potenzielles Karrieretrampolin, sondern auch ein Mensch ist – und Menschen arbeiten nun mal gerne mit Menschen zusammen, die sie mögen und denen sie vertrauen.

Aktives Zuhören > Eloquenz


Wer dachte, dass das Wichtigste beim Netzwerken das Reden ist, hat die zweite Hälfte der Gleichung vergessen: das Zuhören. Berufseinsteiger setzen oft voraus, dass sie die Welt (noch) nicht verändern können, weil ihnen die Erfahrung fehlt. Doch sie haben ein Ass im Ärmel – die Neugierde und die Fähigkeit, zuzuhören.

Aktives Zuhören bedeutet, Interesse zu zeigen, Fragen zu stellen und tatsächlich auf das zu achten, was die andere Person sagt. Der charmante Plausch über das neueste Start-up oder die jüngsten Branchentrends kann zwar beeindruckend sein, doch die wahre Verbindung entsteht, wenn du zeigst, dass du die Gedanken deines Gegenübers wertschätzt. Das Erstellen mentaler Notizen über die Interessen und Bedürfnisse einer Person kann dir dabei helfen, künftige Gespräche zu personalisieren – und nichts schreit lauter „Ich schätze dich!“, als jemand, der sich an Details aus dem letzten Gespräch erinnert.

Der (nicht so) geheime Handshake: Online-Präsenz


In unserer digitalisierten Welt ist das Online-Netzwerken so unverzichtbar geworden wie eine gute Tasse Kaffee am Montagmorgen. Plattformen wie LinkedIn, Xing oder sogar Twitter können Karriereturbo und Bewerbungsgespräch in einem sein. Das Spannende daran? Es ist wie ein 24/7-Netzwerkevent ohne den Druck, in ein schickes Outfit zu schlüpfen oder Small-Talk über das Wetter zu führen.

Eine wohlüberlegte Online-Präsenz kann jedoch Deine Wirkung im realen Leben signifikant unterstützen. Ein Berufsanfänger sollte darauf achten, dass sein digitales Ich professionell, interessiert und interessant wirkt. Das bedeutet nicht, dass dein Online-Profil so steif sein muss, dass es kratzt – ein paar persönliche Einblicke oder Meinungen zu Branchenthemen können deine Persönlichkeit hervorheben. Aber ein Selfie von der letzten wilden Party? Vielleicht nicht das Beste, um professionelle Kontakte zu knüpfen.

Vom Small-Talk zum Big Impact


„Das Wetter ist heute echt super, nicht wahr?“ – und schon hast du die Aufmerksamkeit deines Gegenübers verloren. Berufsanfänger neigen zum Small-Talk, weil er sicher und bequem ist. Allerdings ist das Karriere-Netzwerken eine fantastische Bühne, um über Dinge zu sprechen, die wirklich von Bedeutung sind.

Wie wäre es mit einer Prise Kreativität? Anstatt über das Wetter zu sprechen, könntest du Themen wie nachhaltige Geschäftspraktiken oder innovative Technologien in eurer Branche einbringen. Zeige echtes Interesse an der Meinung deines Gegenübers und sei bereit, auch deinen Senf beizusteuern. Und vergiss nicht, dass es beim Netzwerken nicht nur ums Nehmen geht, sondern auch ums Geben. Vielleicht kennst du jemanden, der jemanden kennt, dem die Ideen oder Projekte deines neuen Kontakts zugutekommen könnten. Bingo! Du bist nun mehr als nur ein weiteres Gesicht in der Menge.

Netzwerken ohne Krawatte: Authentizität zählt


Okay, es gibt Situationen, in denen eine Krawatte notwendig sein kann, aber beim Netzwerken ist Authentizität der wahre König. Berufsanfänger sollten sich vor dem Overbranding hüten – du bist eine Person und keine wandelnde Visitenkarte. Teile deine Leidenschaften und interessiere dich für die Geschichten derer, mit denen du sprichst. Menschen erinnern sich an authentische Erlebnisse und nicht an forcierte Verkaufsgespräche.

Denke daran, dass die beste Version von dir selbst die ist, die echt ist. Bleib dir treu und beachte, dass manche Beziehungen sich vielleicht nicht sofort auszahlen, aber Langfristigkeit und Echtheit zahlen sich immer aus.

Der „Nach-Follow-up“-Tanz


Glückwunsch! Du hast erfolgreich genetzwerkt. Aber bevor du beginnst, in den Sonnenuntergang zu reiten, denke an das Follow-up. Eine kurze Nachricht, um zu sagen, dass du das Gespräch genossen hast und dich auf zukünftige Interaktionen freust, kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der „Nach-Follow-up“-Tanz ist subtil. Es geht nicht darum, zu stalken oder verzweifelt zu wirken. Es handelt sich vielmehr um eine freundliche Erinnerung an deine Existenz. Ein gelegentliches Einchecken bei LinkedIn, vielleicht ein interessanter Artikel, den du teilen möchtest, oder auch ein kurzes Hallo bei Branchenevents. Netzwerken ist ein lebendiger Prozess, der Pflege braucht, wie eine schwer zu züchtende Zimmerpflanze, die plötzlich blüht, wenn man sie am wenigsten erwartet.
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